« zur Startseite

Schulreife – Reif für die Schule?

Schulreife

Zu klein? Zu aufgedreht? Zu schüchtern? Wenn Kinder in die Schule kommen, stellen sich viele Eltern Fragen zur Schulfähigkeit ihres Kindes. Wir informieren besorgte Eltern:  Was bedeutet Schulreife?

schulformen, vorschule, schulreife

Eine Liste mit präzisen Anforderungen an Erstklässler gibt es nicht. Die Schulreife ist nicht allgemein definiert, sondern wird für jeden Schulanfänger individuell beurteilt. Keiner der Abc-Schützen muss Buchstaben und Zahlen kennen, bevor er eingeschult wird - Das sollen sie schließlich in der Schule lernen. Für die Schulreife spielen Motorik, Wahrnehmung, soziale Kompetenzen, die Schulbereitschaft des Kindes und der selbständige Umgang mit Aufgaben eine Rolle.

Körperlich-gesundheitliche Voraussetzungen

Ob ein Kind die gesundheitlichen Voraussetzungen für die Einschulung mitbringt, entscheidet in der Regel ein Arzt bei der Einschulungsuntersuchung. Eine stabile Gesundheit ist die Grundvoraussetzung für den Schulerfolg. Zudem werden Übungen zum Stand der Fein- und Grobmotorik des Schulanfängers durchgeführt. Übungen können sein: Knoten und Schleifen binden, Stifte halten oder die Fähigkeit mit Schere und Kleber umzugehen. Besondere Aufmerksamkeit wird außerdem dem Seh- und Hörvermögen der Schulanfänger gewidmet, welche für die Lese- und Schreibanforderungen der ersten Klasse eine wichtige Rolle spielen.

Stichtag – Wann wird ein Kind eingeschult?

Als formales Kriterium gilt das Alter. Ein festgelegter Stichtag regelt, wann die Kinder eingeschult werden. Dieser Stichtag variiert je nach Bundesland und ist im Schulgesetz der verschiedenen Länder verankert. Wer vor dem Stichtag das 6. Lebensjahr vollendet hat, tritt in der Regel im folgenden Schuljahr den Schulbesuch an. Bei Kindern die nach dem Stichtag geboren wurden, haben Eltern die Möglichkeit, die vorzeitige Einschulung durch einen Einschulungstest zu ermöglichen.

Kognitive Voraussetzungen – Zuhören und Sprechen

Sprach- und Sprechfähigkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der Schulreife. Ein gutes Auffassungsvermögen hilft Schulanfängern dem Unterrichtsgeschehen zu folgen, Aufgaben zu verstehen und anschließend selbständig zu erledigen. Anderen zuzuhören und eigene ganze Sätze zu formulieren gehören zu den zentralen Anforderungen an die Abc-Schützen. Mengen zu erfassen und Formen und Farben zu erkennen und benennen sollte kein Problem für den Schulanfänger darstellen.

Motivation und soziale Kompetenzen

Ein Kind sollte zur Einschulung schulisches Interesse mitbringen. Die Bereitschaft neue Dinge zu lernen ist nicht zuletzt wichtig, um motiviert zu arbeiten. Auch die damit verknüpften Kompetenzen, wie Konzentration, Selbständigkeit sowie Ausdauer und Durchhaltewillen spielen eine Rolle. Kann das Kind etwas selbständig erledigen und eine längere Zeit eine Aufgabe bearbeiten? Genauso müssen Kinder lernen Fehler machen zu dürfen, um Misserfolge leichter wegzustecken.

Ähnliche Themen

Schule des Monats

Ort: Hamburg

Bundesland: Hamburg

Schulart: Gymnasium

Besonderheiten: Ganztagsschule mit handlungsorientiertem und fächerübergreifendem Unterricht, EU-Projekte und Berufsorientierung